auf ewig diner

nach einem anstrengenden samstag oder nach einem miesen yankeesspiel zieht es juliane und mich automatisch ins diner. ein besonders nettes findet man 86th and lex. entweder wir frühstücken um 3 uhr oder essen um 2 uhr (weils zu früh für frühstücken ist) einen cheeseburger deluxe. (wer kann da dann noch schlafen????) so ein burger ist ja ab und zu wirklich gut. ich geh ja nicht zu mcdonalds (war noch nie in einem hier in nyc). denn so ein burger schmeckt ja nur wirklich gut in einem echten diner. mit den gepolsterten bänken und den hockern neben der bar. (bitte jetzt …

goooo yankeees!!!!!

hat leider alles nichts genützt. in der legendären best-of-7-serie haben die new york yankees mittwoch abend gegen die boston red sox verloren. und das, nachdem sie schon 3:1 geführt haben. bin ja hier zum baseball-fan mutiert. es bleibt einem auch nichts anderes übrig, denn die letzten zwei wochen war fast jeden abend ein baseball-spiel. und wenn die yankees gegen erzrivalen red sox spielen, kennen die new yorker kein halten mehr. eine barbesitzer ohne fernseher oder videobeamer hat schon verloren. was passiert nun bei so einem spiel wie mittwoch? manchmal kommt mir vor: gar nichts. die amerikaner lieben es ganz viele …

geräusche

new yorker haben schon eine etwas andere einstellung zum lärm. sie ignorieren ihn. die typischen new-york-city-geräusche (verkehr, gehupe, polizei,…) nimmt man ja bald nicht mehr wahr. sie gehören zu new york dazu. jeder autofahrer beginnt hier – sobald er im wagen sitzt – mal gleich zu hupen. wenn jemand bei einer gerade rot werdenden ampel hält, wird er angehupt. und der hintermann macht dann gleich mit, und der hintere auch. dann hupen also 6,7 autos, weil eines vor ihnen bei rot stehen geblieben ist. das finde ich ja alles noch amüsant. gerade eben aber hat jemand gleich bei mir um …

kommunizieren

die ersten paar tage im neuen apartment hatte ich kein internet. wenn man wie ich ganz nervös wird, wenn man seine emails mehrere stunden nicht abrufen kann, sind das höllenqualen. damals konnte ich es gar nicht erwarten zur arbeit zu gehen. normalerweise ist internet hier in nyc kein problem. überall gibt es ungesicherte wlans. nur eben im neuen apartment nicht. da war tote zone. im alten hatte ich drei wlans, die geradezu wetteiferenten mit meinem lapi in verbindung zu treten. jetzt hab ich aber wieder internet und das leben ist wieder normal. ich kann wieder gleich nach dem aufstehen meine …

voll im öl

ich werde mich in zukunft besonders anstrengen, irreführende titel zu verwenden. also worum geht’s eigentlich? hab mir heute das erste mal seit fast zwei monaten einen salat mit kernöl gegönnt. das ging runter wie geschmiert. witzigerweise ist es mir aber noch nicht so besonders abgegangen. daheim war ich ja ein bekennender grüner. aber es war schon sehr gut. beim kochen bin ich momentan etwas uninspiriert. man muss die zutaten halt doch an ganz unterschiedlichen plätzen kaufen und heimschleppen. wie toll war da doch der merkur in der schönaugasse! heute war die große ausnahme. hendl, gebraten mit roten zwiebeln und kurz …

holy smoke

ja so heilig gehen sie hier nicht damit um. als raucher ist man hier nämlich eine bemitleidenswerte kreatur. in öffentlichen gebäuden, am arbeitsplatz, in restaurants und bars ist rauchen verboten. welch wonne! fortgehen ohne im gestank zu stehen, heimkommen ohne wie ein aschenbecker zu stinken. wie schön für einen leidenschaftlichen nichtraucher wie mich. anfangs ist mir das gar nicht aufgefallen. nur beim heimkommen hatte ich immer das gefühl „hier stimmt was nicht“. ja tatsächlich: ich stinke nicht nach rauch. besonders lustig finde ich es, wenn sich die armen raucher bei kälte und regen nach draußen begeben müssen, zitternd und nass, …

sex and the city oder das dating-prinzip

wie ich mir denken kann, warten vielleicht schon einige auf posts im „carrie“-stil. also was erlebt man so im new yorker nachtleben. gleich vorweg: hier wird prinzipiell „reingebraten“ was das zeug hält. daten ist die liebste beschäftigung hier. normal weggehen gibt’s nicht, denn new yorker scheinen immer auf der suche zu sein. es ist sogar ein buch im umlauf mit dem titel „the rules – time-tested secrets for capturing the heart of mr. right“. unglaublich was da drinnen steht. eine regel besagt auch, dass jede frau die existenz und den besitz dieses buches verleugnen soll. sekte???? nun gut. es wird …

vas

mein eigentlicher vorgesetzter ist jeremy. er ist executive producer, was in österreich mit einem projektmanager gleichzusetzen wäre. mit ihm bin ich schon mal auf der gleichen wellenlänge, was das arbeiten sehr angenehm macht. die oberste designinstanz ist aber art director vas sloutchevsky. gebürtiger russe mit einer tiefen, charismatischen stimme. ich hatte mir schon in österreich seine interviews im internet durchgelesen, um zu wissen, was mich denn so erwartet. als ich ihn zum ersten mal gesehen hab, war er dann in etwa schon so, wie ich ihn mir vorgestellt habe. zugegeben ich habe großen respekt vor ihm, ich finde seine art …

endlich erfolg

jetzt bin ich schon mehr als einen monat bei meiner agentur und endlich gibt’s was wirklich erfreuliches. nachdem meine bisherigen arbeiten ja alle nur für proposals (also angebote an den kunden) gedacht waren, wird nun meine erste arbeit bald online sein. projekt: eine minisite für eine fantasy-fernsehserie – earthsea. als das projekt auf den tisch kam, war ich ja nicht begeistert, dachte mir schon „oje, dieser herr-der-ringe-style liegt mir ja überhaupt nicht“, aber gleich war ich abgetaucht in eine (design)welt aus pergament, goldenen amuletten und mittelalterlichen schriften. soweit so gut. dem kunden wurden zwei designvorschläge von unserer firma gezeigt (einer …

manhattanite?

naja ich bemüh mich redlich einer zu werden – zumindest so lange ich hier bin. schritt 1: im central park joggen gehen. nachdem ich mir im outlet-store jetzt die passenden laufschuhe gekauft hab (ganz schicke nike, damit das auch nach was aussieht ;), bin ich heute zur ersten runde gestartet. für jemanden der sehr selten läuft (in den letzten 5 jahren vielleicht einmal – bin ja eher ein radfahrer und schwimmer (aber rad hab ich noch keines und schwimmbäder sind hier luxus), war ich gar nicht schlecht. bin rund um das jackie-kennedy-reservoir gelaufen. ist einfach fantastisch am abend. rundherum sieht …