new yorker haben schon eine etwas andere einstellung zum lärm. sie ignorieren ihn. die typischen new-york-city-geräusche (verkehr, gehupe, polizei,…) nimmt man ja bald nicht mehr wahr. sie gehören zu new york dazu. jeder autofahrer beginnt hier – sobald er im wagen sitzt – mal gleich zu hupen. wenn jemand bei einer gerade rot werdenden ampel hält, wird er angehupt. und der hintermann macht dann gleich mit, und der hintere auch. dann hupen also 6,7 autos, weil eines vor ihnen bei rot stehen geblieben ist. das finde ich ja alles noch amüsant.
gerade eben aber hat jemand gleich bei mir um die ecke seinen presslufthammer eingeschaltet. um halb eins!! doch etwas ungewöhnliche zeit für solche aktivitäten.
unter den new yorker einsatzkräften sind auch sehr musikalische leute dabei. so wie mir das vorkommt, gibt es in feuerwehr- und polizeiautos sirenenknöpfe ähnlich einem klavier oder vielleicht einem mischpult. denn die sirenen klingen immer anders, aber immer laut. da hört man dann rhythmen, melodien oder eine verzweifelungs-symphonie, um die kreuzung freizudröhnen.
gerade an der ninth avenue, wo mein büro ist, fahren täglich einige dieser musikalischen einsatzwagen vorbei.
nicht zu vergessen die alarmanlagen. so mies kann die kiste gar nicht aussehen, eine alarmanlage ist sicher drinnen. und so sensibel eingestellt, dass ein jeder kleine lumpi schon den alarm auslöst.