gebaut wird in manhattan dauernd. sehr gerne in der subway, aber auch sonst wird viel aufgestemmt, presslufthaemmer haemmern, es wird betoniert, repariert und gestrichen. gemacht wird das aber vielfach husch-pfusch. papa, dir wuerden hier die haare zu berge stehen. gerade bei den „eigenheimen“ merkt man, dass sie alle zuviel „tooltime“ gesehen haben und das dort gezeigte nachmachen. die zwischenwaende sind prinzipiell nur bretter, die man irgendwie verspachtelt und weiss anmalt. beim ausmalen selbst, wird weder der boden abgedeckt noch die fensterrahmen abgeklebt, einfach drauflospinseln, passt schon.
rohre und kabel werden nicht verlegt, sondern zusammengestueckelt, verklebt oder irgendwie hinter die spuele, die waschmaschine oder die dusche gezwaengt.
dinge wie wasserwaagen sind auch eher unbekannt. da in manhattan jeder quadratmeter zaehlt, findet man ganz kuehne „platzschaffende“ konstruktionen in ganz kleinen apartments. waehrend meiner apartment-suche hab ich da so einiges gesehen. raeume, die nur 1,50 hoch sind, stockbetten, die zwischen matratze und decke nur einen halben meter platz bieten, kuechen mit integrierten duschen und wcs. schon ganz lustig.
meine lieblings-„nicht-ganz-geglueckt“-konstruktion sind aber die fenster. man kann den unteren oder den oberen teil rauf oder runterschieben. putzen kann man so ein fenster aber nicht. dafuer muss man sich aber nicht genieren, denn new yorker fenster sind normal nicht geputzt.
aber irgendwie ist es schon wieder toll anzusehen, was sie aus dem kleinsten platz alles machen.